Medienmitteilung: Ortsplanungsrevision & Co: GRÜNE fordern Klimaschutz und mehr bezahlbaren Wohnraum

Bei den verschiedenen Mitwirkungen zur Ortsplanungsrevision, Baureglement, Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof und den ZPPs Siegenthalergut und Bubenbergstrasse, sowie an der ÜO Nünenen‑Pestalozzistrasse fordern die GRÜNEN griffige Klimaschutzmassnahmen und mehr bezahlbaren Wohnraum.

Aus Sicht der GRÜNEN muss im Baureglement zwingend die Wohnstrategie abgebildet sein und ein zusätzlicher Artikel zu preisgünstigem Wohnraum sowie gemeinnützigen Wohnbauträgern aufgenommen werden. Für künftige Arealentwicklungen sind quantitative Vorgaben im Baureglement aufzunehmen. Die GRÜNEN fordern Klimaneutralität und eine umfassende Nachhaltigkeitsbetrachtung im Gebäudebereich ein. Jedoch beinhaltet derzeit kein Label die Klimaneutralität angemessen. Die Entwicklung läuft aber in diese Richtung. Am besten erfüllt werden diese Forderungen zurzeit durch die Label 2000-Watt-Areal und SNBS 2.0 Platin (höchste Stufe). Grundsätzlich fordern die GRÜNEN eine gute ÖV-Anbindung, max. 0.5 Parkplätze pro Wohnung, E-Autoladestationen und Mobilitätskonzepte.

Den Prozess beim Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof kritisieren die GRÜNEN stark. Die Mitwirkungsmöglichkeiten kommen zu spät. Die Planungen sind schon zu tief im Detail. Die GRÜNEN fordern eine zusätzliche Unterführung im östlichen Bahnhofsbereich, die auch für den Veloverkehr geöffnet werden soll.

Auf die Bushaltekanten, die südlich des Bahnhofs an der Seefeldstrasse vorgesehenen sind, ist unbedingt zu verzichten.

Falls Bushaltekanten diesseits des Bahnhofs unumgänglich sein sollten, so sind diese entlang der Mönchstrasse zu platzieren. Die Unterführung Frutigenstrasse ist breiter zu gestalten, so dass Bushaltekanten in der Unterführung für Tangentiallinien ermöglicht werden, wie das beispielsweise auch in Ostermundigen geplant ist. Für die GRÜNEN ist zudem klar, dass die Seestrasse vom Bahnhof via Schadau zur Frutigenstrasse für den Durchgangsverkehr nicht mehr geöffnet werden darf.

Dass die Stadtverwaltung zeitgleich sechs Geschäfte, welche für die Entwicklung der Stadt Thun äusserst wichtig sind, in die Mitwirkungen gegeben hat, stiess bei den GRÜNEN allerdings auf Unverständnis. Für Milizorganisationen, wie die GRÜNEN, ist dies kaum zu stemmen. Sollte sich dieses Vorgehen der Stadt wiederholen, werden die GRÜNEN die Diskussion um Entschädigung für die Arbeit von politischen Parteien lancieren müssen.

Weitere Infos
Gerhard Schuster, Präsident GRÜNE Stadt Thun, Lauenenweg 20, 3600 Thun,
Tel. 033 222 68 40, gerhard.schuster@gruene-thun.ch